Mein aktuelles Projekt:

Zurzeit arbeite ich an einem völlig anderen Thema. Mein gegenwärtiges Projekt „Hannes“ beschäftigt sich mit dem Lebensweg eines Mannes, der alles andere als geradlinig verläuft und dessen persönliches Defizit ihm gelegentlich ein Bein stellt. „Jeder ist seines Glückes Schmied. Was aber, wenn wir gar nicht schmieden gelernt haben?“ Dieser Frage möchte ich auf den Grund gehen. Es soll kein Versuch von Rechtfertigung werden. Eher eine Suche nach Ursachen.

Ein Auszug: „Hannes war ein Idiot. Das waren seine eigenen Worte. Vielleicht nicht im pathologischen Sinne fügte er hinzu. Er gehöre eher zu den Unauffälligen seiner Sorte, schließlich dürfe er sich immer noch frei bewegen. Im Grunde besaß Hannes so etwas wie Charme, der ihn für die Mehrheit der Menschen in seiner Umgebung sympathisch erschienen ließ.

Schon als Kind war er besonders bei älteren Damen recht beliebt. Das mag der engen Beziehung zu seiner Großmutter geschuldet sein. Jedenfalls schätzten sie ihn für seinen Respekt und die Höflichkeit, die er ihnen entgegenbrachte. Er versuchte sich bei ihnen beliebt zu machen, wie er es auch später bei seinen Schulkameraden und dann bei seinen Jugendfreunden tat. Das war seine Art, mit Menschen umzugehen. Aber Hannes hatte von klein an ein echtes Defizit.“

Bereits von mir erschienen:

Mein Buch: Die Götter würfeln nicht - Dialoge durch die Zeit

Die Götter würfeln nicht – Dialoge durch die Zeit

Haben uns die alten Mythen noch etwas zu sagen? Was könnten uns die Gestalten aus dem Trojanischen Krieg heute an Erfahrungen vermitteln? Der Autor wollte es wissen. Er hat sich auf den Weg begeben, um mit ihnen zu sprechen. Sie haben ihm Rede und Antwort gestanden. Prominente Gesprächspartner konnte er gewinnen, wie Kassandra, Penthesilea oder Odysseus. Seien Sie gespannt auf die Antworten und tauchen Sie ein in die Welt der griechischen Mythologie. Dieses Buch „Die Götter würfeln nicht“ entführt Sie in fiktive Dialoge mit Gestalten und Kreaturen, die ihre Geschichten und ihr Leben mit Ihnen zu teilen bereit sind.

Gestalten entspringen meinem Kopf, wie Athene einst dem des Zeus. Sie drängen in den Raum und auf meine Seiten. Ich muss sie vom bisher Gesagten und Gelesenen befreien. So tun, als kenne ich sie nicht, als begegnete ich ihnen zum ersten Mal. Schreiben braucht Arroganz und Verleugnung auch.

(In deutscher und englischer Sprache erhältlich.)

Mein Buch: Rückkehr nach Mykene - Eine Klytaimnestra-Saga

Rückkehr nach Mykene – Eine Klytaimnestra-Saga

Noch einmal gehe ich durch die Zeit. Ich kehre zurück nach Mykene. Fragen blieben ungeklärt. Ich will Antwort für sie.
Hier und jetzt werde ich sie nicht finden. Ich muss die Reise noch einmal wagen, dorthin, wo die Vergangenheit noch unverändert, unberührt ist von Wissen und Mode.
Dort will ich die Menschen sehen und hören, deren Schicksal ich bestenfalls erahne.
Namen kommen mir in den Sinn: Klytaimnestra – Gattenmörderin, Ehebrecherin! Andere Namen folgen: Iphigenie, Elektra, Oresthes und Agamemnon auch.
Wir hörten deren Geschichten und Bruchstücke sind schnell zur Hand, die abwinken will nur zu leicht. Alt sind diese Geschichten. Oft und immer wieder gleich erzählt: die Axtmörderin, ihr Buhle und die unversöhnlich trauernde Tochter.
Hier und jetzt will ich sie erzählen, getreuer vielleicht der Wirklichkeit. Ich kann es nicht wissen. Ich muss es hoffen.

(In deutscher und englischer Sprache erhältlich)

Auszug aus meinem neuesten Buch:

Ich nahm den Kindern den Vater, das ist wahr. Aber was war er für ein Vater?
Was war Agamemnon für ein Mann und was war er mir für ein Gemahl?
Niemand mehr fragt danach.

Nicht einer will noch wissen, was und wie er war in Wahrheit.
Mein Opfer haben sie aus ihm gemacht und wenn es auch wahr ist,
bleibt es nur ein Teil der Wahrheit.

Niemand, scheint es, will noch wissen, wie er uns und Mykene beherrschte.

Blinde Wut und grundlosen Hass hat man mir später zugedichtet.
Seinen Teil verschweigt die Zeit.
Bestenfalls eine trauernde Mutter gestattet sie mir zu sein, die ihr Kind rächte.
Halbe Wahrheiten sind auch halbe Lügen.

Dialoge mit Helden meiner Kinderzeit

Verweigerst du dich dem Willen der Götter, offenbaren diese rasch ihre Unmenschlichkeit, das hat nicht nur Kassandra erfahren müssen, mit den bekannten Konsequenzen. Nachdem der Gott Apoll ihr nicht nur die Göttlichkeit und den Tempel geraubt hatte, stahl er ihr auch ihre wahre Bedeutung – das menschliche Vertrauen in ihr seherischen Fähigkeiten.

Kassandra

Verweigerst du dich dem Willen der Götter, offenbaren diese rasch ihre Unmenschlichkeit, das hat Kassandra erfahren müssen, mit den bekannten Konsequenzen. So wurde sie dazu verdammt, die tragischen Ereignisse, die über Troja hereinbrechen sollten, vorauszusehen, aber hilflos zu sein, ihre Mitmenschen zu warnen.

Penthesilea

Penthesilea

Nur selten hört man noch unverständliche Rufe. Aber der Schlaf wird von kurzer Dauer sein, sagt Kassandra dir. Zum Glück sagt sie, wird der Wein ihre Schmerzen lindern, wenn der Tod in ihre Häuser kommt. Sie wären wehrhafter ohne ihn, erwiderst du und bereitest dich auf den Kampf vor und auf deinen Tod ohne es zu wissen.

Odysseus

Odysseus

Jung war ich damals und Widerspruch ein Teil von mir, gegen alle Obrigkeit. Leicht fiel mir, mich zu widersetzen. Ohne Verantwortung für andere, inzwischen, war es leicht über dich zu richten. Dem Paris ähnlich, war ich zu dieser Zeit und mein Mut billig, wenn ich zurückblicke.

Klytaimnestra

Klytaimnestra

Die Geschichten haben eine Gattenmörderin aus mir gemacht, eine Verräterin, die das Blut ihres Gemahls an sich trägt. Lass mich dir in meinen Worten sagen, dass es mehr gibt als nur das, was Männer über mich schrieben über lange Zeit. Die Welt erfuhr nur, was gefällig war, denen, die herrschten und die das Unbequeme verschwiegen.